Ein Wandertag in Stockholm

August 5, 2019 Kommentare (0) Ausflugsziele, Tipps für Kids, Touren für Familien

Strausbergalpe, Mitterhaus und das Naturbad Prinze Gumpe

Eine Tour, die wie geschaffen für unsere Kinder ist: Wenige Höhenmeter aufwärts, einige Höhenmeter auf dem Jägersteig abwärts, zwei Alp-Einkehrschwünge mit leckerem Bergkäse – und zum Abschluss ein Bad im Naturfreibad Prinze Gumpe. Wir waren von der Hornbahn Hindelang über den Strausbergsattel ins Retterschwanger bund nach Hinterstein unterwegs.

Start an der Hornbahn eines wanderidealen Augustsonntags. Die Idee, um zehn Uhr zur kleinen Bergtour zu starten, hatten außer uns auch einige andere Familien. Dennoch haben wir gleich nebenan am Sportplatz noch einen Parkplatz gefunden. Es ist viel los hier, doch schon nach knapp zehn Minuten schweben wir auch schon in den blauen Gondeln nach oben bis unterhalb des Imberger Horns. Für die Kids spielt sich das erste spannende Programm bereits gleich unterhalb der Gondel ab: Tollkühne Mountainbiker fahren auf der Lifttrasse im Downhill bergab, was für wahre Begeisterungsstürme bei den Jungs sorgt. Auf gut 1300 m liegt die Bergstation – und wir schauen, dass wir trotz des herrlichen Blicks ins Ostrachtal weiterkommen. Es geht knackig bergan auf dem Pfad in Richtung Strausbergalpe – und die ersten Höhenmeter sorgen dafür, dass der Kreislauf angeregt und die Plapperfrequenz von Timmi reduziert wird. Bald stehen wir oberhalb des Burgschrofens und blicken diesmal nicht zur auf Bad Hindelang und Oberjoch, sondern auch hinaus ins Illertal und auch bis nach Blaichach. Fachmännisch wird lokalisiert, wo wir denn genau wohnen – und wie lange man denn wohl laufen müsste, wenn man jetzt direkt…

Doch wir laufen weiter in Richtung Strausbergalpe, das erste Käsbrot lockt. Und da es gerade so schön bergab geht und die Jungs eilig unterwegs sind, lassen wir die Alpe doch tatsächlich rechts liegen (was uns beim Anblick einer Alpe angesichts des verlockenden Käsbrots eher selten passiert). Am Strausbergsattel geht es noch ein paar Meter bergan, ehe wir hinein ins Retterschwanger Tal blicken. Drunten fließt die Bsonderach, unten liegt unser Etappenziel, die Alpe Mitterhaus – und die Jungs haben ihr Abenteuer bald direkt vor der Nase stehen. Und zwar auf vier Beinen. Unvermittelt sind wir mitten in einer Kuhherde gelandet, deren Durchschreitung Jonas und Timmi mit schlotternden Knien, aber tapfer angehen.  Die Herde ist außergewöhnlich bunt, für das Allgäu typische Braunvieh-Kühe sind dabei, aber es sind auch Kreuzungen zwischen Braun- und Grauvieh, Original Braunvieh und gefleckte Pinzgauer  dabei, das bunte Kuh-Sammelsurium gehört zum Mitterhaus drunten im Tal. Auch wenn die Kühe schön anzusehen sind: Irgendwie sind wir alle vier froh, als wir „durch“ sind. Und nun stehen nur noch einige größere Pfützen im Weg, bis wir schließlich am Mitterhaus ankommen. Eine Brotzeitplatte, wagenradgroß (naja, wir wollen net übertreiben…), gönnen wir uns von der Speisekarte, die komplett BIO ist. Selbst die weiße Limonade, die der Wirt Bene Besler in den Russen mischt, trägt das Bio-Label. Gut so, und selbst das BIO-Spezi schmeckt „wie ein richtiges Spezi“, wie Timmi konstatiert. Eine Mitterhausbrotzeit für zwei muss her: Der Rinderschinken, die Landjäger, die Leberwurst und die Salami stammen von den eigenen Tieren, der Käse in drei Varianten selbstverständlich auch. Schmeckt superlecker – und überhaupt sitzt’s sich im Schatten des großen Baumes vor dem Mitterhaus derart gemütlich, dass wir erst nach einer guten Stunde wieder aufbrechen.

Zum Jägersteig

Es folgt ein Stück Weges auf Asphalt, ehe wir rechts über den Waldweg zum Jägersteig gelangen. Dieser führt uns hoch über der Bsonderach, die sich in einer Schlucht tief eingegraben hat, bis hinab zur Ostrach. Nicht zu steil, aber doch so, dass wir die gut insgesamt gut 600 Abwärts-Höhenmeter abends in den Beinen spüren werden. An der Ostrach halten wir uns rechts, laufen flussaufwärts bis in Höhe der Kirche, natürlich nicht, ohne noch hier und da im Wasser gepritschelt zu haben. Und dann gibt’s zum Schluss noch einen Abstecher ins Naturfreibad Prinze Gumpe, wo uns herrlich frisches Naturwasser und ein Eis (naja, Jonas zieht sich noch eine Currywurst mit Pommes rein…) erwarten. Der ideale Abschluss für einen Wandertag, bei dem uns die Hornbahn viele Höhenmeter abgenommen hat und wir viele Berge und viel guten Käse bei relativ wenig Anstrengung genießen durften.

Zurück mit dem Bus

Tipp für den Rückweg: Im Stundentakt fährt der Bus von Hinterstein zurück nach Bad Hindelang!

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