Nur mal bisschen geradeaus im Ostertal

Auf dem Höhenweg von Gunzesried nach Gunzesried-Säge

April 15, 2016 Kommentare (0) Ausflugsziele, Tipps für Kids

Ein Besuch im Verkehrsmuseum in Nürnberg

Das Verkehrsmuseum in Nürnberg ist für uns vor allem eines: Ein herrlicher dreistündiger Ausflug in die Welt der Eisenbahnen, der Lokomotiven, Modellbahnen und Gleise! Kürzlich waren wir wieder mal dort, bei einem Stopover auf dem Weg in die fränkische Heimat.

Um ins Verkehrsmuseum, das eigentlich DB Museum heißt, zu gehen, braucht’s als eisenbahnbegeisterte Familie für uns kein Schlechtwetter. Dafür ist das alles, was wir dort erleben können, viiiiel zu unteressant… Und während man anderswo für den Familieneintritt in einer (überschaubaren) Modellbahnanlage schon paar 25 Euro hinlegt, waren Papa, Timmi und Jonas zusammen mit 6,50 Euro dabei. Das DB Museum ist ja auch das „offizielle“ Firmenmuseum der Deutschen Bahn – wer mit einem gültigen Bahnticket kommt, erhält den Eintritt einen Euro billiger :-)

117 Jahre hat das Museum schon auf dem Buckel, man sieht’s ihm gottseidank nicht an. Immer wieder werden Abteilungen aufwändig überarbeitet und zeitgemäß gepimpt. Ich weiß, wovon ich rede, hab ich das Museum doch vor 38 Jahren zum ersten Mal besucht… Und auch wenn es viele moderne Ausstellungen gibt: Die altehrwürdigen Hallen oder das monumentale Treppenhaus atmen noch immer ein wenig den Geist der guten, alten Bundesbahn!

Am Eingang gehen wir gleich links und gelangen subito in die Fahrzeughalle: Vor der ersten deutschen Dampflokomotive „Adler“ machen wir das obligatorische Erinnerungsfoto, die ICE3-Nachbildung lässt Jonas allerdings nur ein Achselzucken entlocken: „In so einem sind wir doch eh grad gesessen“. Also beantworten wir die eine oder andere Frage auf den Infotafeln vor den Exponaten in der Fahrzeughalle, sehen die riesengroßen Treibräder der bayerischen Schnellzugdampflok S2/6 oder schauen, wie luxuriös seinerzeit der „Kini“ Ludwig II. im Salonzug zu reisen pflegte.

Bei der Modellbahnanlage

Die Ausstellung zur Bahn im Dritten Reich durcheile ich wohlweislich mit den Kids, dafür sind sie mit vier und sieben Jahren einfach noch zu jung – und außerdem wollen sie zur Modellbahnanlage. Die ist derzeit wegen Bauarbeiten nur mit ein bisschen „Umleitung“ zu erreichen, aber pünktlich zwei Minuten vor halb (jeweils zur halben Stunde beginnen die Vorführungen!) haben wir es dann doch geschafft: Wir sehen die knapp viertelstündige Vorführung, Timmi verfolgt den Doppelstockzug auf der Riesenanlage, Jonas beschäftigt sich mit dem Rangierbetrieb am Ablaufberg…  Insgesamt ist die Anlage knapp 100 Quadratmeter groß, also immerhin fünf mal so groß wie Opas einstige Modellbahnanlage. Auf den Gleisen fahren moderne Züge, aber der Anlage selbst sieht man an, dass sie zwischen 1960 und 1970 errichtet wurde – damals war der ausgestellte Aschaffenburger Bahnhof noch ein modernes Highlight :-) Die Anlage wird übrigens wie die „richtige“ Eisenbahn mit 5000 Relais gesteuert – heute würde das vermutlich ein handelsüblicher PC schaffen!

Weiter geht’s in den neuen Kinderbereich, „Kibala“ genannt: Am Eingang streifen sich Timmi und Jonas Junioreisenbahnerklamotten über und weil gerade die Kindereisenbahn fährt, steigen die Jungs halt ein und drehen drei Runden mit der Gartenbahn. Ein Fahrsimulator zeigt, wie die Arbeit eines Lokführers heute funktioniert, ein alter E-Lokführerstand dokumentiert, wie der „Meister“ auf der Lok früher im Stehen seine Arbeit verrichtete. Timmi schaufelt Kohle in den Dampflokbauch, Jonas tankt die Diesellok, beide nehmen Platz im historischen Wagen – und am Schluss knien beide vor der 35 Meter langen Holzbahnanlage – ein Kindertraum! Wenn sich Papa jetzt ein Buch nimmt und bis zur letzten Seite ausliest – die Jungs würden vier Stunden hier sitzen bleiben!

Geht aber nicht, wir haben heute abend noch einen Termin in Oberfranken. Also schauen wir noch schnell ins Freigelände und sitzen eine Stunde später wieder im Zug und genießen die herrliche Fahrt durchs Pegnitztal. Alles richtig gemacht heute in Sachen Eisenbahn!

Das DB Museum erreicht ihr vom Hauptbahnhof Nürnberg in fünf Minuten Gehzeit, indem ihr in der Bahnhofshalle links durch den Ausgang geht und dann einfach geradeaus lauft! Mehr Infos findet Ihr hier!

 

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