Bergauf, bergab mit dem Alpsee Coaster

Ein Ausflug zum Rodeln im Hochsommer. Bei uns vor der Haustüre kein Problem, wir fahren dann einfach nach Ratholz und gönnen uns eine Fahrt mit dem Alpsee Coaster. Neulich war’s mal wieder soweit – eine Stunde nach der Bergfahrt und 68 Kurven, 23 Wellen, 7 Jumps und 4 Brücken später waren wir wieder im Tal. Jonas und Timmi, der so kurz nach seinem dritten Geburtstag zum ersten Mal mitfahren durfte, hatten beide einen Riesengrinser drauf. Sie hatten gerade laut johlend die Fahrt auf Deutschlands längster Ganzjahresrodelbahn überstanden.

Bergfahrt oder bergan laufen? Wir haben uns dann doch für die Bergfahrt entschieden, denn die Serpentinen auf dem Weg zur Bergstation ziehen sich auf 2,6 km stets bergauf dann doch bisschen lang hin. Unsere Alternative: Mit der Sesselbahn hinauf und oben noch eine runde Viertelstunde weiter zur Alpe Obere Kalle, wo sich das regionale Speisenangebot sehr sehen lassen kann und ebenfalls ein Spielplatz (sogar samt Streichelzoo) für die Kinder zur Verfügung steht.

An der Alpe Bärenfalle gilt dann der Blick der Warteschlange, die an schönen Ferientagen sich schon ganz schön in die Länge ziehen kann. Wartezeiten von über einer Stunde sind da durchaus „drin“, also sind wir am Vormittag unterwegs, wo zumeist keine Wartezeiten entstehen. Also noch ein kurzer Stopover auf dem Spielplatz und ab geht’s zum Einstieg in den Alpsee Coaster. Karte knipsen lassen, Einweisung hören, Anschnallen mit dem Dreipunktgurt und die Fahrt startet. Die 68 Kurven vergehen wir im Flug, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn kein Stau ensteht und die Vorausfahrenden es ebenso gut „laufen“ lassen, kommt man in mancher Passage schon mal auf Topspeed 40 Stundenkilometer. Da die Rodel auf Schienen geführt werden, kann man „Vollepulle“  in die Kurven jagen – man wird nicht rausfallen. Bei zügiger Fahrt braucht man etwa fünf Minuten, wer die Landschaft genießen will, lässt es ruhiger angehen und ist bis zu zehn Minuten unterwegs. Mit Timmi und Jonas ist aber nach anfänglicher Zurückhaltung und den ersten drei Kurven schnell klar: „Schneeeeeeelllllllerrrrr!!!!“.

Noch einige kleine Tipps zum Fahren: Nehmt’s nur nen sehr kleinen Rucksack mit, größeres Gepäck wird kostenfrei mit der Bergbahn talwärts befördert. Kassiert’s vor der Abfahrt die Mützen Eurer Kinder ein, die fliegen spätestens bei der fünften Kurve vom Kopf. Lächelt’s nach der zweiten Kurve, dann wird ein Bild von Euch geschossen. Haltet’s schön brav Abstand, mindestens 50 Meter. Und am Schluss: Aussteigen, die Knie sind dann doch bisschen schwammig. Das Adrenalin fließt aus den Adern und es kommt so sicher wie das Amen in der Kirche: „Fahren wir nochmal?“.

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