Durch die Starzlachklamm – und durch den Bachteltobel

Eine kurze und knackige Wanderung mit einigen Höhenmetern und spektakulären Ausblicken? Wir waren am Wochenende in der Starzlachklamm und haben gut 250 Höhenmeter und einen gut gesicherten Steig überwunden – und waren mal wieder baff erstaunt, wie spektakulär doch die Natur im Oberallgäu ist!

Los geht’s auf dem großen Parkplatz hinterm Sepplwirt in Winkel, das wir von Sonthofen oder Burgberg her in kurzer Zeit erreichen. Wir lösen ein Parkticket für drei Euro am Tag und laufen sogleich „starzlachaufwärts“ auf der linken Bachseite. Nach einem ersten Anstieg gehen wir recht sin den beschilderten Pfad und kommen bald an einige Kiesbänke. Jahr für Jahr nach der Schneeschmelze sucht sich hier die Starzlach ein neues Bett – und Timmi und Jonas suchen heute erstmal Schwemmholz, was uns die erste größere Rast beschert, noch bevor wir so richtig losgewandert sind. Nach einigem Auf und Ab stehen wir schon vor dem Klammwirt. So heißt sowohl die Gaststätte am Eingang der Starzlachklamm als auch der nette, bärtige Herr, der uns den Eintrittsobulus kassiert.

Wir machen diesmal keine Rast, sondern wollen weiter in die Klamm. Es ist Herbst, da tut Bewegung Not. Nach wenigen Metern links eine Gedenktafel, die Jonas ausgiebig analysiert: Erdgeschichte reizt ihn nun mal… Doch bald stehen wir am Geländer und blicken hinunter in die tosende Starzlach. Was folgt, sind 10 bis 15 rasende Minuten in der Starzlachklamm. Das Durchschreiten ist er ein kurzes, knackiges Vergnügen, doch hat man tiefe Tiefblicke, ist umtost von den rauschenden Wassermassen und hangelt sich manchesmal am Geländer bergan. Da heute der Fels schön feucht und rutschig ist, nimmt man die Geländer dankend an. Achtung: Die Starzlachklamm ist nix für besonders kleine Kinder oder nicht trittsichere und schwindelfreie Eltern mit Kindern! Aber: Der Steig ist bestens gesichert und eigentlich kann nix schiefgehen 🙂

Ein Metallsteg, der wackeliger ausschaut als er ist, eine Brücke, eine Kletterpartie: und schon stehen wir am oberen Eingang der Klamm. Wer jetzt meint, dass der anstrengendste Teil der Tour nun hinter uns liegt, der irrt. Nun geht’s auf einem steilen Wanderpfad noch etliche Höhenmeter gut gesichert bergan. Unterhalb der Felsen lohnt eine Rast auf den Bänken, manchmal kann man hier Kletterer beobachten. Bald stehen wir oben auf dem Plateau unterhalb des Grüntens auf der Viehweide und haben eine spektakuläre halbe Stunde hinter uns. Nun kann man im Sommer in der Alpe Topfen rechterhand einkehren – oder aber im Gasthof Alpenblick auf dem direkten Weg.

Beim Rückweg entscheiden wir uns wegen Holzarbeiten für die Route über den Bachteltobel und Burgberg, was sich echt lohnt. Der Tobel gibt sich gerade im Herbst wildromantisch. Und der Spaziergang durch Burgberg hinüber nach Winkel tut gut zum Auslaufen. Drei Stunden später sind wir wieder am Auto und staunen, wie spektakulär diese kleine und unscheinbare Runde unterhalb des Grüntens doch war!

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