Auf dem direkten Weg von Hinterstein zur Zipfelsalpe

Die Direttissima ist manchmal das Mittel der Wahl, wenn wir auf der Suche nach einem Käsbrot sind. Das gibt’s zum Beispiel auf der Zipfelsalpe hoch über Hinterstein im Ostrachtal. Auch wenn Papa und Mama den Weg schon oft in früheren Jahren gegangen sind, so war diesmal die spannende Frage, ob den Kindern der steile Felsweg hinauf zur Zipfelsalpe taugt. Und siehe da: Kraxelpartien sind besser als Teerstraßen, viele Höhenmeter spannender als fades Ebenenenlaufen.

Start der Tour ist an der Festhalle in Hinterstein. Vom Parkplatz laufen wir bergan und kommen nach einigen Kehren zum Warmwerden auch schon zum so genannten Zipfelsfall, der beeindruckend in die Tiefe rauscht. Über mehrere Stufen bahnt sich der Zipfelsbach aus über 1500 Metern Höhe seinen Weg hinunter zur Ostrach auf gut 900 Metern Höhe. Und wir hören den Fall fast immer während des Aufstiegs rauschen – mal leise, mal richtig laut. Die Steigung ist knackig, ungezählte Kehren und Serpentinen, Schleifen und Stufen überwinden wir, ehe wir wieder in flacheres Gelände gelangen und bald auf die große Weidefläche rund um die Zipfelsalpe kommen. Bald überqueren wir den Zipfelsbach und haben nur noch wenige Höhenmeter bis hinauf zur Zipfelsalpe vor uns, wo uns nette Wirtsleut, die Spezialitäten von Allgäuer Alpgenuss und natürlich das obligatorische Käsbrot erwarten.

Von der Zipfelsalpe hätten wir nun die Möglichkeit, vorbei am Iselergipfel hinüber zur Bergstation der Iselerbahn zu wandern, doch die Rückfahrt mit Bergbahn nach Oberjoch und von dort via Bad Hindelang nach Hinterstein dauert länger als der Rückweg. Geübte Bergwanderer können an der Zipfelsalpe auch die herrliche Panoramagipfelwanderung über Bschießer, Ponten und Zirleseck hinüber zur Willersalpe und von dort ins Tal angehen. Doch wir laufen auf dem Hinweg wieder zurück. Nun ist es schön warm, die Sonne scheint auf die Wasserfälle – und wenn es gerade Hochsommer ist, dann lockt ein Bad im „Gumpen“ unterhalb des Wasserfalls. Wer nun immer noch nicht genug vom kühlen Nass hat, der macht noch eine kurze Pause im Naturbad „Prinze Gumpe“, das bei kostenfreiem Eintritt erfrischend kaltes Bergbachwasser im Freibecken bietet.

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