Was ist die schönste Wander-Belohnung?

Familienwanderung: von Grainbach durch die Samerberger Filze

Oktober 5, 2010 Comments (8) Insidertipps, Touren für Familien

Die Wandern-mit-Familie-Zeit-Faustregel

So kalkuliert man Wandern mit Kindern richtig: Was „vor dem Kind“ dereinst mal eine leichte Wandertour war, kann mit Familie schnell zur tagesfüllenden Tortur werden. Wir haben deshalb für Euch die Wandern-mit-Familie-Zeit-Faustregel erfunden, eine vergleichsweise sichere Methode zur Zeitkalkulation beim Wandern mit Kindern.

Pausen inklusive? So errechnet Ihr Eure Wanderzeit!Grundsätzlich gilt in etwa: Erwachsene schaffen 4 km oder 400 Höhenmeter in einer Stunde (jeweils Gehzeit ohne Pausen). Eine 6 km-Tour mit 200 Höhenmetern ist also bei „nur Erwachsenen“ mit zwei Stunden (1,5 Stunden für 6 km, 0,5 Stunden für die 200 Höhenmeter)zu veranschlagen. Hat man Kinder dabei, verdoppelt man einfach den Wert und ist auf der sicheren Seite. Wir brauchen für die Tour also mit Kindern bis zu vier Stunden. Die Kids machen gerne mal eine Pause, spielen am Bachlauf, erkunden den Wald oder begucken die Tiere auf der Weide. Diese Zeiten sollte man den Kindern auch gönnen und nicht zu sehr „auf die Tube drücken“.

Der Faktor „mal 2“ kann natürlich je nach Kindesalter variieren: Hier gilt grundsätzlich: Je älter das Kind wird und je näher es ans Jugendlichenalter herankommt, desto geringer wird der Faktor. Freilich kann man auch durch intensives „Auf-den-Schultern-Tragen“, den Einsatz von Tragen oder das eine oder andere Wettspiel die Durchschnittsgeschwindigkeit beschleunigen und entsprechend den Faktor bis auf 1,3 herunterkalkulieren.

Klar ist auch: Die Kinder brauchen auch ein bisschen Erfahrung beim Wandern, um selber einschätzen zu können, ob sie gerade eine „Riesentour“ oder eher einen leichten Nachmittagsspaziergang hinter sich gebracht haben. Gut ist in jedem Fall immer mal wieder ein verbales Lob oder die eine oder andere Belohnung!

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8 Responses to Die Wandern-mit-Familie-Zeit-Faustregel

  1. Isabelle sagt:

    …das funktioniert ja wirklich super. Ich hab das jetzt mal mit einigen meiner Lieblingsrouten ausprobiert und die Formel haut wirklich hin. Beim Faktor „mal 2“ für die Kinder hat man natürlich noch Spielraum. Aber wenn mal wirklich alle Zeitergebnisse verdoppelt, dann freut man sich in der Regel, dass man „schneller“ als erwartet ist ;-)

    Viel Spaß allen im Herbst beim Wandern aus Köln!

    Isabelle

  2. Balko sagt:

    Ich schrecke immer noch ein wenig vorm Wandern mit den Kindern zurück. Weil es ist ja nicht nur die Ablenkung und das langsame Tempo, dass die Zeit des Wanderns extrem streckt, sondern kleinen Kindern fehlt auch die Lust stundenlang zu wandern. Und wenn die Lust erstmal vollkommen vorbei ist, wird die Wandertour zu Tortur ;) Daher gibt es mit den Kindern immer nur kurze Wandertouren, damit sie auch Lust dazu haben und nicht vollkommen von den Freizeitaktivitäten der Eltern abgeschreckt werden :D

  3. Fee Ebert sagt:

    Hallo und Glückwunsch zu diesem netten Blog! Ich würde die Die Wandern-mit-Familie-Zeit-Faustregel gerne in der nächsten Ausgabe des Stadtteilmagazins „truderinger“ abdrucken. Darf ich das mit der Quelle:www.wandern-mit-familie.de?

    Danke und Liebe Grüße, Fee

  4. Safra sagt:

    Danke für diese Faustformel, genau das habe ich gesucht! Ich will es im Frühling mal ausprobieren mit meinen 6- und 4-jährigen Kindern.

  5. Sebastian Fink sagt:

    Alllso, meine Kinder schaffen das schneller! :-) Ist aber interessant, dass man derlei Gehzeiten richtig empirisch ermitteln kann!

  6. Stefan Bremer sagt:

    Habt Ihr eigentlich eine Berechnungformel für alpines Gelände?

    • Thilo sagt:

      Im alpinen Gelände gilt: Berechnung wie gehabt – nur dass man allzu alpine Touren mit ganz kleine Kindern natürlich eher meiden sollte. Wer zwei Hände und zwei Füße für den sicheren Halt braucht, der tut sich mit einem mitkraxelnden Kind, dass noch auf eine führende Hand angewiesen ist, keinen Gefallen!

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