Strausbergalpe, Mitterhaus und das Naturbad Prinze Gumpe

Was für ein Ausblick vom größten begehbaren Gipfelkreuz der...

September 11, 2019 Kommentare (0) Ausflugsziele, Tipps für Kids, Touren für Familien

Wandern zum Wildseeloderhaus – und Fische gucken am Wildsee

Einige, teils knackige, Höhenmeter, viele herrliche Ausblicke und ein herrliches Etappenziel erwartete uns bei unserer Wanderung zum Wildseeloderhaus. Jonas inspizierte begeistert das Angebot an Fischen im Wildsee – während Timmi, Mama und Papa das Angebot auf der Speisekarte im Wildseeloderhaus inspizierten.

Wir waren ja kürzlich fünf Tage im Pillerseetal – und beim Blick auf die Wanderkarten war uns schnell klar, dass wir unbedingt eine Tour zum Wildsee und zum Wildseeloderhaus einplanen sollten. Gesagt, getan. Wir starteten mit dem Wanderrucksack und bergtauglichen Schuhen am Parkplatz der Bergbahnen Fieberbrunn, natürlich nicht ohne Papas Erzählungen von anno dunnemal, als er noch mit dem Skikurs da war… Und auch wenn noch einige Wolken am Himmel standen, als wir uns am Lärchfilzkogel aus der Fünfer-Großkabinen-Bergbahn wagten, so blitzte doch die Sonne immer wieder hinter den Wolken hervor. Nur der Wildseeloder, der sollte sich leider an diesem Tag meistens verschämt hinter seinem Wolkenkleid verstecken. Start ist an der Bergstation und es geht erstmal – bergab. Gut so, für die Kids ist das schon mal ein guter Einstieg in die Tour. Richtung Süden kann man bereits das Wildseeloderhaus sehen, was wir unseren Kids aber erstmal noch nicht verraten, schauts doch vorerst einmal „hoch“ und „weit“ aus, was noch vor uns liegt.

Wenn wir unten am Bächlein angekommen sind, blicken wir auf die Gebäude der Wildalm, wo es im Sommer auch eine Brotzeit und Getränke gibt. Wir sind allerdings noch frisch gestärkt vom Frühstück im Hotel Großlehen und laufen subito weiter. Nunmehr geht’s an die aufwärtsigen Höhenmeter. Wir unterqueren die Materialseilbahn und sind nach einigen Kehren und Serpentinen mitten im schweißtreibenden Aufstieg hinauf zum Wildseeloderhaus. Es sind 310 Höhenmeter, die vor uns liegen – glücklicherweise auf einem abwechslungsreichen Pfad mit Fels und Stein, Stufen und Treppchen, Wurzeln und Lehmboden. Da wird’s den Kindern erstmal nicht langweilig – und drei, vier Rastbänke am Wegesrand tun gemeinsam mit den reifen Heidelbeeren am Wegesrand ihr Bestes, um uns bei bester Laune bis auf 1854 m Seehöhe zu geleiten.

Die Mühen des Aufstiegs sind, wie sich das für eine gescheite Bergtour so gehört, schlagartig vergessen, als sich unser Weg am Sattel am Wildseeloderhaus wiederfindet. Wir blicken auf die leckeren Speisen auf den Tafeln am Haus, aber vor allem auf den herrlichen Wildsee und die Berge ringsum (oder zumindest die unteren paar Höhenmeter davon): den Wildseeloder mit 2118 m und den Seerieder mit 1933 m.

Wenn die Kids nicht richtig großen Hunger hätten und die Tour hinauf zu den Gipfen nicht noch weitere knapp 300 steile Höhenmeter zu bieten hätte – ja, dann hätten wir auch noch die große Runde um den See machen können. Wir jedoch haben uns für die kleine Seerunde entschieden: Sie dauert nur eine gute Viertelstunde und hat am Süd-Ende noch eine kleine, spannende Kletterpassage zu bieten. Jonas war so ins Inspizieren des Fisch-Angebots im See vertieft, dass er ganz erstaunt war, als wir nach der Umrundung schon wieder am Wildseeloderhaus angelangt waren! Natürlich ist eine Rast im Wildseeloderhaus mit seiner für eine Berghütte sehr umfangreichen Speisekarte Pflicht, probiert einfach, was euch schmeckt, wir waren von den Kaspressknödeln sehr beeindruckt, ebenso von den Wildseelodernudeln – ganz leckeren Schlutzkrapfen!

Wer festlich speist, der kann auch trefflich wandern, zumal bergab beim Talhatsch. Wir kennen die Route bereits vom Herweg, freuen uns über die Trinkwasserquelle an der Wildalm, fahnden noch nach Fischen im Bächlein und trennen uns schließlich nach einigen Bergauf-Metern. Mama und Timmi nehmen den Weg hinauf zur Bergstation der Bergbahn und fahren ins Tal, während Papa und Jonas die Talabfahrt auf zwei Beinen angehen. Dabei passieren wir auch das Wildalpgatterl mit einer sehr leckeren Einkehr, die wir heute allerdings nur passieren, da wir uns an der Mittelstation verabredet haben, an der Streuböden Alm. Hier sind die Kinder in Timoks Wilde Welt noch einmal in ihrem Element: Timoks Coaster ist eine ansprechende Sommerrodelbahn für Kinder ab 8 (vorher nur in Begleitung), nebenan gibt es einen riesigen Spielplatz mit Trampolinkissen („Timoks Wackelpudding“), Waldseilgarten und Kletterpark. Und der nahe Speicherteich mit Timoks Wasserspielen ist auch eine Option für schöne Tage.

Bei der gemeinsamen Talfahrt haben wir 400 Höhenmeter aufwärts und zwei von uns gut 800 Höhenmeter abwärts am so genannten „Alleskönnerberg“ in den Knochen – aber auch einen richtig schönen Wandertag mitten in den Fieberbrunner Bergen, die wir vorher nur vom Skifahren kannten!

Tipp: Mit der PillerseeCard ist die Fahrt mit der Bergbahn kostenlos!

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