Ein Besuch bei den fliegenden Edelsteinen

Schmetterlinge werden gerne als „fliegende Edelsteine“ bezeichnet. Wir haben in der Schmetterling-Erlebniswelt in Pfronten ganz viele davon gesehen – und direkten Kontakt mit den faszinierenden Tierchen aufnehmen können. Schön warm wars auch, subtropisches Klima begleitete uns bei unserem nachmittagfüllenden Ausflug ins Riesen-Gewächshaus.

Spätestens, seitdem sich Timmi kürzlich in einen Zitronenfalter verliebt hatte, der sehr zutraulich immer wieder zu seiner neongelben Short geflogen war, war klar: Wir müssen mal die Schmetterling-Erlebniswelt in Pfronten besuchen. Schon lang hatten wir diesen Ausflug auf dem Tableau – und nachdem nun auch noch zwei Frei-Eintritte im Allgäuer Kinderferienpass steckten, haben wir den Weg gewagt. Es war in diesem Supersommer gar nicht so einfach, einen halbwegs regnerischen Tag abzupassen, denn schließlich sollten uns ja tropische Temperaturen in der Allgäuer Schmetterlings-Erlebniswelt erwarten. Die Feuchtigkeit ist hoch, die Temperaturen liegen auch an kalten Tagen weit jenseits der 25-Grad-Marke – was will man also mehr an einem trüben, tristen Regentag – als einige bunte Schmetterlinge zu bestaunen?

Ein wunderschöner Schmetterling

Timmi war vom ersten Schritt ins Riesen-Gewächshaus an aus dem Häuschen. Mit den bereitliegenden Orangen und Bananen lassen sich die Schmetterlinge auf die Hand locken und von Nahem bestaunen. Einige Mitarbeiter stehen sogleich mit Erläuterungen zur Verfügung. Denn es ist wichtig, dass man die Schmetterlinge nur mit den Augen bestaunt – und nicht mit den Händen! Wen man Schmetterlinge an den Flügeln anfasst, spricht man ihr Todesurteil. Das hat leider nicht jeder der Besucher kapiert. Eingerissene Flügel oder Fingerabdrücke auf manchem Flügel künden von unvorsichtigen oder uneinsichtigen Besuchern, die vor uns unterwegs waren.

Wir unterhalten uns mit der Mitarbeiterin, die uns ausführlich und kindgerecht Rede und Antwort steht. Wunderbar kann man die Entwicklung vom Ei über die Raupe und den Kokon bis hin zum wunderschönen Schmetterling verfolgen. Und wer Glück hat, der sieht sogar einen Schmetterling beim Schlüpfen.

Sachkundige Begleitung

Dabei ist immer für sachkundige Begleitung gesorgt, wenn die Schmetterlinge aus Südamerika, Asien und Afrika herumfliegen. Diese erklärt uns auch, warum die Zoo-Haltung der Schmetterlinge bei uns in Deutschland gar nicht so schlecht ist für die Natur in den Heimatländern: Durch den Ankauf der Schmetterlingseier wird vielen Familien in den jeweiligen Ländern ein tägliches Einkommen gesichert, die wiederum durch den gezielten Anbau von Wirtpflanzen die Vielfalt erhalten und die Umwelt schützen, da keine Pestizide und Kunstdünger verwendet werden dürfen, da die Schmetterlinge hochempfindliche Wesen sind. Für etwa 35 exotische Arten aus Costa Rica und Asien bietet die Schmetterling-Erlebniswelt Wirtpflanzen und Lebensraum in den eigenen Gewächshäusern. Die Stars sind übrigens der bis zu 26 Zentimeter große Atlasspinner aus China und der Kometenfalter aus Madagaskar. Übrigens sind auch Schildkröten und Echsen zu sehen, das war eher so das Metier von Jonas bei der Tour durch die Schmetterling-Erlebniswelt…

Bitte beachtet: Es ist sehr warm im in der Schmetterlings-Erlebniswelt, wie im Tropenhaus. Das eher kleine Gebäude bietet wenig Platz – deshalb sucht euch am besten Besuchszeiten aus, in denen nicht alle gehen. Wer nach dem Verfüttern von Orangen und Bananen noch nicht genug vom Schlemmen hat, dem wird auch noch ein Café mit selbstgebackenem Kuchen geboten. Mehr Infos findet ihr hier!

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