Familien-Wanderung vom Zauchensee zur Tauernkarleitenalm

Tauernkarleitenalm – der Name ist zwar ein Zungenbrecher, aber die Alm ist ein wunderschönes Wanderziel für einen Aufenthalt in Zauchensee, wo wir kürzlich eine Woche verbrachten und uns natürlich auch die eine oder andere Wanderung vorgenommen hatten.

 

Der bange Blick am ersten Urlaubstag: Wird der Schnee schmelzen? Ende August gab es in diesem Jahrhundertsommer einen eintägigen Kälteeinbruch – und der hat dafür gesorgt, dass wir erstmal NICHT am Montag gen Tauernkarleitenalm gewandert sind, sondern einen Tag später. Da herrschten wieder gut 25 Grad in der Sonne und der Schnee hatte sich hinauf zum Schneekarsee verzogen…

Kurz, aber nicht mini

Die Tour ist einfach, aber nicht unanstrengend. Sie ist kurz, aber nicht mini. Und sie hat trotzdem vieles an Flora und Fauna und den einen oder anderen Fernblick zu bieten – obwohl das Erstürmen eines hohen Gipfels fehlt. Start ist in Zauchensee, links des großen Bergbahngebäudes am südlichen Ortsrand führt ein Wirtschaftsweg hinauf nach Oberzauchensee. Selbst Timmis Redestakkato verstummte nach den ersten 40 Höhenmetern – es geht doch recht knackig bergan. Gut, dass in Oberzauchensee ein Brunnen auf uns wartet, in dem es neben Wasser auch noch eine herumschwimmende Kiste mit Getränken gibt. Am Brunnen hängt eine Kasse, in der man tunlichst seine entnommenen Getränke begleichen sollte – Ehrensache!

Noch ein kurzes Stück auf dem Wirtschaftsweg sanft bergan, und dann wird es auf dem Pfad links wieder richtig steil – bis hinauf zum höchsten Punkt auf 1739 m Seehöhe an der Stubhöhe. Von nun an geht es sanft bergab – durch herrliche Bergwiesen. Mal ein Fels, mal ein Gras, mal ein Busch. Ringsum die Berggipfel der Tauern und unter uns die Tauernkarleitenalm, die wir nach gut eineinhalb Stunden Gehzeit erreichen. Während wir im Allgäu eine Vielzahl kleiner Alpen gewöhnt sind und es alle halbe Wanderstunde eine neue Möglichkeit zu Apfelschorle und Käsbrot gibt, hat’s hier in den Tauern nur wenige Almen. Umso schöner, dass wir mit der Tauernkarleitenalm eine richtig urige Hütte erwischt haben, inklusive Wirt. Den Wanderern bietet sich auf der Tauernkarleitenalm ein herrliches Panorama nach Südost mit Blick auf die Radstädter Tauern. Nachdem die letzten Latschen und Felsbrocken auf der Lärchenwiese passiert sind, freuen wir uns auf Kuhmilch, hausgemachten Käse und eine leckere Jause. Dazu gibt’s das Geläut von Kuhglocken und -schellen, die gleich nebenan in der Weide stehen.

Variante beim Rückweg

Beim Rückweg auf der gleichen Route bietet sich ab der Stubhöhe für größere Kinder übrigens noch der Abstecher hinauf zur Rauchkopfhütte und bergab über den Wirtschaftsweg zur Sonnalm an! Wir haben beim Rückweg auf der uns bereits bekannten Route noch unterhalb von Oberzauchensee eine längere Rast auf der Bank am Wegrand eingelegt. Wer still ist und gute Augen hat, der kann in der großen Wiese unterhalb ganz viele Murmeltiere entdecken!

Gleich nach der Ankunft in Zauchensee haben wir übrigens noch ein Tretboot gechartet, das am Westufer liegt (kostenlos mit „Magic Mountains“!)

Übrigens: Wer im Sommer in Zauchensee übernachtet, der kann das Programm „Magic Mountains“ auswählen. Bei „Magic Mountains“ ist diese Tour als geführte Wanderung kostenlos inklusive, zudem weitere Sportmöglichkeiten wie Biken, Kicken, Segeln oder Klettern!

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