Im Streichelzoo in Bichlbach

Der Tier- und Spielpark Bichlbach liegt auf halber Strecke zwischen Reutte und Leermoos – und bietet direkt am Fernpass einen lohnenden Zwischenstopp mit Tierkontakt.

Wie oft sind wir hier schon vorübergefahren oder sind hier im Stau gestanden? Und wie oft haben wir das Hinweisschild und die Anlagen des Tier- und Spielparks Bichlbach gesehen, haben dann aber doch nicht dort angehalten. Auf dem Fernpass stehen wir immer dann, wenn wir an Bichlbach vorbeifahren, am Anfang einer Urlaubsreise (wollen also weiter) oder bei der Heimfahrt am Ende (wollen also heim). Diesmal waren wir nur im Auto ins ZugspitzLand nach Farchant unterwegs und haben nach jahrelangem Anlauf unseren ersten Besuch im Streichelzoo gewagt.

 

Wir waren’s zufrieden, der Stopover lohnt für eineinhalb Stunden inmitten von Tieren auf einem großräumigen Areal. Wir haben Streicheltiere gesehen: Kaninchen, Ziegen, Schafe und Esel. Nicht jedes der Tiere wollte Timmi streicheln – und nicht jedes der Tiere wollte von Timmi gestreichelt werden :-). Aber die Bestechungsgabe in Form eines Plastikbechers mit Spezialfutter, das am Eingang zu haben ist, funktionierte dann meistens doch bei beiden. Einzig der Strauß hat das nicht so gesehen und sich den Becher flugs geschnappt. Wir waren nicht die einzigen, denen dieses Malheur passiert ist…

Die „Nicht-Streicheltiere“

Während die Streicheltiere am Eingang frei herumlaufen und schon einen ersten Vorgeschmack auf das Thema Streichelzoo geben, leben die „Nicht-Streicheltiere“ in eher großzügen und sehr gepflegten Käfigen, Volieren etc. Natürlich leben die Tiere in Gefangenschaft, aber das haben Wildparks eben so an sich. Der Steinadler zum Beispiel ist ein einstiger Patient, den der Gründer des Parks, Albert Linser, auf einer Wiese unweit von Bichlbach halbtot aufgelesen und von Hand aufgepäppelt hat. Eigentlich war geplant, den stolzen Adler wieder in die freie Wildbahn zu entlassen. Aufgrund einer Verletzung an den Klauen wäre er dort allerdings nicht überlebensfähig. Also erhält der Steinadler sein Gnadenbrot als einer der Tierstars im Park… Zu den „Nicht-Streicheltieren“ gehören übrigens auch noch Waschbären, Wildschweine, Ferkel, Berberaffen, Damwild, Murmeltiere (nur gehört!), Pfaue, Enten, Gänse, Tauben, Hühner und Mäuse.

Nachdem sich die Jungs an den Tieren sattgesehen (und sich die Streicheltiere an zwei Bechern Futter sattgegessen) hatten, durfte ein Abstecher zum Wasserspielplatz und in die Märchenwelt nicht fehlen. Ersterer ist groß und hat die Jungen begeistert, letztere ist eher ein Beitrag aus dem Kutsch- und Kuriositätenkabinett – macht aber auch den Reiz des Parks aus. Albert Linser hat – nicht zuletzt dank seiner vielbeachteten Krippenausstellung ein buntes Sammelsurium an Tieren und Themen geschaffen, dass man ruhig auch länger auf sich wirken lassen kann. Wir waren allerdings nur auf der Durchreise. Und nach gut eineinhalb Stunden wieder auf dem Fernpass, diesmal glücklicherweise ohne Stau und Blitzer…

Mehr Infos zum Tier- und Spielpark Bichlbach findet ihr hier!

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