Zu Besuch in Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen

Unsereins weiß ja noch, wo Erdbeeren, Kartoffeln & Co. herkommen. Nämlich idealerweise aus dem eigenen Garten. Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen ist ein landwirtschaftlich orientierter Freizeitpark mit vielen großen und kleinen Highlights für die Kinder. Wir waren dort einen lieben langen Tag lang unterwegs…

Das Erlebnis-Dorf ist grundsätzlich bei freiem Eintritt zu besuchen – und wer disziplinierte Kinder hat, der kommt auch mit jeder Menge kostenfreier Attraktionen durch den Tag, ohne groß in den Geldbeutel zu greifen. Entsprechend viel los ist vor allem an Ferientagen und an den Wochenenden; es empfiehlt sich, früh (oder ganz spät!) anzukommen! Ob früh oder spät: Spätestens am Ausgang ist es sicherlich mit der Disziplin vorbei, wenn die Mama im hofeigenen Dorfladen, einem der größten Bauernmärkte überhaupt, ihre Vorräte an Marmelade und sonstigen Leibspeisen ergänzt. 🙂

Was ist Karls Erlebnis-Dorf?

Eine eigenwillige Mischung aus Hofladen, Restaurant, Fahrgeschäften und gläserner Manufaktur. Die Kids freuen sich über das Familienspektakel. Gleich am Eingang kann überdimensionale Seifenblasen durch die Lüfte schwingen. Kostenfrei sind unter anderem vier luftgefüllte Hüpfkissen zu erklimmen. Das höchste ist sieben Meter hoch und wurde von Jonas sogleich zum „Mount Everest“ ernannt. Und die Kartoffelsackrutsche allein ist gut für eine Stunde Kinderspaß. Hochlaufen bis auf 10 Metern Höhe und dann auf einer von vier Bahnen um die Wette auf einer Kartoffelsackmatte nach unten sausen. Unweit gibt es den neuen Freibereich mit einer großen Murmelbahn oder das Erdbeer-Wabbelkissen – ein überdimensionales Wasserbett in der Freiluftvariante. Das Streichelgehege bietet zahme Ziegen, im Dachbodenkino gibt’s Wissenswertes zum Thema Erdbeeren – und beim Drahtesel-Hopping ist Balance angesagt. Mama ist derweil schon beim Shoppen und erholt sich beim Blick auf eine der 50.000 Kaffeekannen, der weltgrößten Sammlung.

Kostenpflichtig sind zum Beispiel die Eiswelten, das Aquarium oder der Fliegende Kuhstall. Glück für uns, dass die Volksfest-Leute-im-Kreis-Dreh-Maschine gerade gewartet wurde, als wir vorbeikamen. 🙂 Das Aquarium ist sehenswert, die Fütterungszeiten sind in Wirklichkeit moderierte Tierpflegershows, bei der man schon auch selbst mal einen Karpfen füttern und Kontakt aufnehmen darf. Und die Eiswelten bringen einen wirklich zum Schlottern: Minus zehn Grad und Eisskulpturen aus Rostock und der Umgebung sorgen vor allem bei den Eltern für staunende Gesichter.

Und dazu gibt’s gefühlt alle halbe Stunde irgendeine Aktion: Ponyreiten, die Begrüßung durch Erdbär Karlchen, die Kuscheltier-Fabrik, die Herstellung von Marmelade oder Konfekt, Popcorn oder Schokolade – überall darf man probieren, anfassen und wird von wirklich rundum netten Leuten umsorgt.

Fazit

Eigentlich wollten wir einen Vormittag lang Karls Erlebnis-Dorf besuchen, am Ende waren wir von neun bis 17:30 Uhr unterwegs. Dank der Tageskarten für 12 Euro oder der Jahreskarten für 33 Euro, die für die allermeisten Attraktionen (die Go-Karts, Minibagger und die Vogelwelt kosten leider noch ein oder zwei Euro Aufpreis auch für Tageskarteninhaber) gelten, haben wir richtig viel erlebt, einiges an Wissen rund um Erdbeeren, Bauernhöfe und die Tiere und Natur mitgenommen. Und sind nach einem Besuch im Erdbeerkorb „mit letzter Kraft“ noch dreimal mit der Monsterrutsche, die auf dem riesengroßen Parkplatz direkt an der Bundesstraße B105 steht, gerutscht. Ein würdiger, spektakulärer Abschluss für einen richtig aufregenden Bauernhoftag, der eigentlich ein Freizeitparktag war!

Info: Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen bei Rostock ist einer von fünf Freizeitparks in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Entstanden ist die Idee aus einem Erdbeer-Direktverkauf in der Nähe von Rostock. Doch bald war klar, dass die Gäste im Hofladen nicht nur Erdbeeren, sondern auch Kaffee, Kuchen, Würstchen und andere Hoferzeugnisse kaufen wollten, die es inzwischen auch im Online-Shop gibt. Nach und nach kamen immer mehr Familienattraktionen hinzu.

Wissen für Angeber: Die knallroten überdimensionalen Erdbeer-Häuschen, die zu Saison allerorten an den Straßen stehen, sind eine „Erfindung“ von Karl-Heinz Dahl, der die Buden in ähnlicher Form beim Tennisturnier in Wimbledon gesehen hat und bei einem Bootsbauer in Erdbeerform nachbauen ließ…

Übrigens: Wer am Erlebnis-Dorf übernachten will – seit kurzem steht das Upcycling-Hotel „Alles Paletti“ auf dem Gelände bereit. Viele Materialen sind recycelt, darunter die herrlichen Strandkorb-Müllcontainer auf den Balkonen. 🙂 Buchungen (ab 67 Euro/zwei inkl. Tageskarten) sind unter www.karls.de/hotel möglich.

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