Den Dinos auf der Spur im Dinopark Denkendorf

Der Dinopark in Denkendorf macht all die versteinerten Urzeitfunde aus dem nebenan liegenden Altmühltal lebendig. Wir haben uns die Exponate auf dem 1,5 km langen Rundkurs durch das Dinosaurier Freilichtmuseum Altmühltal mal genauer angeschaut.

Drei bis vier Stunden, so die Schätzung von einer Bekannten, die es wissen musste, braucht man für einen Besuch im Dinopark bei Denkendorf. Hmmm, das schien mir dann doch etwas lang für einen 1,5 km langen Rundpfad durch ein Freiluftmuseum, das ausschließlich totes Tier in Plastik zu bieten hat. Und tatsächlich waren wir fast vier Stunden im Dinosaurier Freilichtmuseum Altmühltal unterwegs – naja, wir hatten ja auch einen äußerst interessierten Hobbypaläontologen dabei!

Der Eintrittspreis für das Dinospektakel unweit der A9-Abfahrt Denkendorf: stolze 14,50 EUR für Erwachsene, der Familieneintritt kostet 44 EUR. Dafür ist hinter dem nagelneuen Eintrittsgebäude dann allerdings auch ein wahrer Zaubergarten an Dinos, Urwesen und gruseligen Vorzeittieren zu bestaunen.

Wir starten mit dem kleinen Ausstellungsgebäude in Ammonitenform direkt am Eingang: Es sind einige stumme Zeugen in Stein ausgestellt, Herzstück der Schau ist der Urvogel Archaeopterix – der einer von zwölf weltweiten Funden ist – und zudem der vermutlich älteste.

Gleich neben dem Museumsgebäude geht die Reise durch die verschiedenen Erdzeitalter los: Wir sind insgesamt eineinhalb Kilometer unterwegs und erfahren viel über die Erdgeschichte. Beeindruckend gleich zum Start: Vom Museum bis zum Ende einer zwölf Meter langen Bank reicht die veranschaulichte Erdgeschichte – und die Menschheit macht gerade einmal 0,8 Millimeter der gesamten Zeit aus. Sollte man mal dran denken, wenn man wieder im Begriff ist, sich allzu wichtig zu nehmen! 🙂

Erdaltertum, Trias, Jura, Kreide und Neuzeit – das sind die Themenbereiche, die wir nacheinander durchwandern. Timmi stößt zu seiner großen Freude auf einen „Original-Breitmaulfrosch“, insgesamt stehen 60 lebensgroße Nachbildungen im Wald. Sie sind aus Kunststoff gefertigt und geben eine recht anschauliche Ahnung davon, wie das dereinst ausgeschaut haben mag. Verständliche Infotafeln begleiten uns – und bei der Geschwindigkeitsmessanlage („Du bist so schnell wie ein …saurus“) oder auf dem großen Kinderspielplatz an der Raststation ist auch für die Kurzweil der Kids gesorgt. Jonas und Timmi jedoch hangeln sich von Exponat zu Exponat aus 400 Millionen Jahren Erdgeschichte, wobei der riesengroße Brachiosaurus, der Diplodocus (den Papa bis heute nicht richtig betont aussprechen kann) oder natürlich der Tyrannosaurus Rex die meiste Furore erzeugen.

Je näher wir der Erdneuzeit kommen, desto vertrauter werden die ausgestellten Lebewesen: Ein Mammut zeigt gigantische Ausmaße, ein gar gruselig anmutender Werwolf muss sich erst noch zum Wal weiterentwickeln – und die Elefanten experimentieren noch mit der Rüssellänge herum – Evolution halt.

Auf dem Weg zum Ausgang stoßen wir noch auf einen großen Spielplatz und das Mitmachzentrum, wo man noch Steine klopfen und sich auf die Suche nach Urzeitfunden machen kann. Die Informationen im Park sind sehr anschaulich präsentiert, allerdings sollten Eure Kids wenigstens schon im Grundschulalter sein – um zu verstehen, was ihnen da gerade alles gezeigt wird. Wenn ihr mehr zum Dinopark wissen wollt, guckt ihr hier!

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