Ein Nachmittag im Herzen von Berlin

Ein Nachmittag zu Fuß in Berlin? Da gibt’s nur eine Variante, um das Allerwichtigste zu sehen: Start am Alexanderplatz, weiter „Unter den Linden“ bis hin zu Dom, Schloss, Brandenburger Tor, Reichstag und Bundeskanzleramt. Wir haben den Stadtspaziergang mit 4 km kürzlich gewagt:

Eigentlich waren wir ja nur wegen dem größten Dinoskelett der Welt in Berlin. Jonas wollte das Skelett, und Tristan, den Tyrannosaurus Rex im Naturkundemuseum unbedingt sehen – also haben wir uns für zwei Nächte in einem Nobelho(s)tel am Hauptbahnhof (hier waren wir sehr postiv überrascht und sehr zufrieden!) eingemietet und mal drei Tage unsere Bundeshauptstadt inspiziert.

Nach der Ankunft mit dem ICE in Berlin stand sogleich der erste Stadtspaziergang zum Naturkundemuseum auf dem Programm. Sehenswerte Ausstellungen, aber halt leider allesamt totes Getier 🙂 Jonas, der begeisterte Naturforscher, war dennoch hin und weg. Auf dem Rückweg sind wir noch am Tränenpalast am Bahnhof Friedrichstraße (sehenswerte Ausstellung, wenn man den Eingang findet!) und am Kudamm vorbeigefahren – ein Kurzbesuch im KaDeWe muss schließlich für Mama schon auch sein, wenn wir schon mal in Berlin sind. Am zweiten Tag stand schließlich unser Spaziergang im Herzen Berlins auf dem Programm. Start am Bahnhof Zoo mit dem Bus 200, ein Doppelstockbus, Timmi und Jonas saßen natürlich oben, vorne und links und checkten die Lage. Wir fuhren erstmal bis zum Potsdamer Platz, staunten über die prunkvollen Botschaften entlang der Route und schließlich über die Monumentalbebauung am Potsdamer Platz. Bisschen shoppen in der Berlin Mall?

Nee, lieber zum Alexanderplatz weiter. Dort zog sich leeeeider eine lange Schlange quer über den Vorplatz des Fernsehturms – zwei Stunden Wartezeit nach Ticketlösen meldete ein Infoband – das haben wir dann mal lieber sein lassen! Also ab zum Stadtspaziergang, der zunächst ein bisschen trostlos beginnt. Ostzonale „Platte“ herrscht auch gut 25 Jahre nach dem Mauerfall rund um den Platz noch vor, macht aber nix, denn wir laufen uns ja warm für das Finale furioso einige Zeit später auf der Prachtstraße „Unter den Linden“. Das Berline Schloss, der Dom, die Spree – Hingucker satt. Anschließend stehen wir plötzlich vor Madame Tussauds, einige Meter weiter ist auch schon das Nobelhotel Adlon am Pariser Platz zu sehen. Und schon stehen wir vor dem Brandenburger Tor. Das alles in gut 2 km und einer guten Stunde mit vielen Guck-Zwischenstops.

Am Brandenburger Tor laufen wir links, denn Mama hat eine Kuppelbesichtigung am Reichstag klargemacht (Unbedingt vorab reservieren, sonst kommt ihr nicht rein: hier!). Noch ein ausgiebiger Sicherheitscheck, bisschen warten, und schon fahren wir mit dem Aufzug die acht Stockwerke hinauf zur Kuppel, wo wir eine herrliche Rundsicht in alle Berliner Himmelsrichtungen genießen können. Wer will, kann einen Audio-Guide mit auf den gut 200 m langen Rundgang über die Kuppel mitnehmen. Die Kids haben ihren hellen Spaß an der Moderation der Kindervariante durch „Bernd das Brot“. Und mirnixdirnix sind auch schon eineinhalb Stunden vorbei und wir fahren wieder zurück auf den Berliner Boden. Noch ein Abstecher in Richtung Bundeskanzleramt und einige hundert Meter weiter sind wir auch schon am Hauptbahnhof, von wo S- und U-Bahnen in alle Himmelsrichtungen fahren!

Tipp: Entlang der Route fährt überall der Bus 100: Wer keinen Bock mehr zum Laufen hat, steigt einfach ein (Kurzstrecke kostet 1,70 EUR) und fährt paar Stationen mit!

Am Abend waren alle erwachsenen Teilnehmer der Exkursion (naja, einen Abstecher zur Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße haben wir uns auch noch gegönnt…) fix und alle, während die Kids nach dem Abendessen durchaus noch einen Ausflug vertragen hätten 🙂

Zum Abschluss schauten wir noch am dritten Tag im Aquarium des Zoologischen Gartens vorbei. Bericht folgt! 🙂

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