Hinauf zum Alpkönig-Aussichtsturm und zu Klings Hütte

Eine Nachmittagswanderung mit guter Aussicht, gutem Käsbrot, gutem Kuchen und guten Wegen? Wir haben die Wanderung von Diepolz hinauf zu Klings Hütte und zum Aussichtsturm auf dem Hauchenberg auf immerhin 1252 m Seehöhe unter die Füße genommen – und waren begeistert!

Da der Aussichtsturm auch nochmal 20 Meter hoch ist, standen wir am Schluss auf 1272 Meter über Seehöhe – und genossen den herrlichen Rundblick in das einstige Wirkungsgebiet des Alpkönigs, Carl Hirnbein, der Mitte des 19. Jahrhunderts die industrielle Käseproduktion ins Allgäu brauchte und mit ihm bescheidenen Wohlstand für die vielen Bauern im Allgäu, weshalb er auch als „Notwender“ bezeichnet wird. In Erinnerung an ihn wurde nicht nur der Carl-Hirnbein-Weg (den wir uns auch noch vorgenommen haben für 2017) geschaffen, sondern auch der Alpkönig-Aussichtsturm am Hauchenberg, der in den Karten auch als Schwabenberg bezeichnet wird. Dem Namen machte der Berg übrigens alle Ehre, kamen uns doch tatsächlich auch zahlreiche Wanderer mit sehr schwäbischem Zungenschlage entgegen 🙂

Doch zunächst einmal zum Anfang der Tour am Bergbauernmuseum in Diepolz. Wir laufen rechts am Museum vorbei, gehen links hinauf zur Kirche, dann stets weiter bergan auf einem Sträßlein mit bis zu 22 Prozent Steigung. Die Höfle-Alpe links gehört zum Freiland-Museumsgelände – wir lassen sie beim Hinweg erstmal links liegen und laufen auf dem Weglein weiter bergan, halten uns bei der Weggabelung mit schöner, sonniger Rastbank links, laufen weiter geradeaus durch den Wald und leicht bergan, ehe wir links wieder bergab durch den Tobel zum Schlussanstieg zu Klings Hütte kommen. Die Hütte ist zwar sehr modern, bietet aber urige Brotzeiten und selbstgebackene Kuchen (in der Wintersaison leider geschlossen) sowie einen herrlichen Panoramaspielplatz mit Blick hinunter ins Illertal, auf den Allgäuer Alpenhauptkamm sowie die Nagelflugkette. Ein Spielzeugtraktor aus Eigenproduktion ist der unangefochtene Star bei den Kids… Und die Wirtsleut sind überaus nett!

Nach der Stärkung geht’s noch einmal fünf Minuten bergan zum Alpkönig-Aussichtsturm – 20 Meter hoch und komplett aus heimischem Weißtannenholz gefertigt. Hinweis für Familien mit Kindern mit nicht ganz schwindelfreien Eltern: Der Aufstieg dank der massiven Holztreppen unproblematisch und auch oben auf der Aussichtsplattform kommt der Turm wuchtig daher, so dass ihr euch ruhig rauftrauen könnt!

Den Rückweg gehen wir entlang des Bergrückens in Richtung Norden an – wir gelangen durch herrlichen Nadelwald und laufen über Millionen Wurzeln, so dass es den Kids keine Sekunde lang langweilig wird. Nach einer Rast bei der großen Wegkreuzung mit Wandertafel laufen wir rechts bergab, beobachten die Eichhörnchen hoch droben in den Fichten über uns und laufen immer bergab und queren den Forstweg, den wir vom Hinweg kennen geradeaus, bis wir zum Gelände des Bergbauernmuseums kommen. Hier gilt: Fair Play, bitte zahlt den Eintritt unten an der Kasse – oder lauft halt einfach ohne Anhalten bis zur Kirche. Das Bergbauernmuseum lohnt in jedem Fall einen eigenen Besuch mit genügend Zeit, hier unser Bericht!

Fazit der Wanderung: Kurz, nicht allzu anstrengend, schmackhaft und aussichtsreich. Werden wir in jedem Fall wieder mal machen 🙂

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