Auf dem Weg zum Sonthofer Hof

Von unten im Illertal betrachtet, ist der Sonthofer Hof ganz schön weit oben. Da liegt die Alpe richtig knackig weit droben, oberhalb Sonthofens im Südosten. Wenn man mit Familie nicht die ganzen vielen Höhenmeter vom Illertal laufen will, dann mogelt man und startet in Imberg zu einer kurzen, teils knackigen Tour, die an einigen Stellen allerdings auch Vorsicht mit Kindern erfordert.

Aber alles easy, die Kids gehen brav an der Hand, haben sie doch Respekt vor dem steil abfallenden Löwenbachtobel, der uns nach einiger Wegstrecke zunächst auf einem Aphalt-, dann auf einem Waldweg, ein steter Begleiter ist. Papa hat schon seinen typischen „hoffentlich-ist-die-Brücke-über-den-Tobel-net-gar-so-hoch-und-hoffentlich-trau-ich-mich-auch-drüber“-Blick drauf, zudem kämpft er mit dem mitgeführten Kunststoffrodel, der auf fast der gesamten Wegstrecke nicht zum Einsatz kommt. Es ist nämlich zwar mitten im Winter, aber es hat auch schon länger nicht mehr geschneit. Also ist nur hinten im Tobel und im Talschluss sowie rund um den Sonthofer Hof eine geschlossene Schneedecke zu finden, während weiter vorne schon eher frühlingshaft die Vögel zwitschern. Der Talschluss ist bald erreicht und – gottseidank – geht unser Weg stets bergab und der Bachlauf steil bergan, so dass wir in nur zwei Metern Höhe den Löwenbach überqueren. Das schafft selbst der Papa…

Nun geht’s in Serpentinen steil bergan, einmal, zweimal, dreimal, viermal, ehe wir schon das Ziel unseres Sonntagsspaziergangs erreichen: den Sonthofer Hof. Noch eine langgezogene Rechtskurve und wir sind da – bestens bewirtet vom Skiclub Sonthofen, der in den Wintermonaten am Wochenende für das Wohl der Gäste sorgt (im Sommer täglich geöffnet). Timmi und Jonas bestellen Wienerle und Käsbrot, es ist richtig schön warm – und weil die Stube so richtig schön urig und knallvoll ist, herrscht ein munteres Gespräch quer über die Tische hinweg, in dem sich die Kids so richtig wohl fühlen. Naja, der Kicker im Vorraum hat’s den Jungs auch angetan…

Beim Rückweg kann dann Timme eher schlecht als recht, aber doch endlich seinen Rodel einsetzen. Wir haben uns angesichts der Schneelage für die etwas unkritischere Variante über Margrethen entschieden. Bergab auf der Fahrstraße bis „nach der Bruck“, dort rechts in Richtung Hofen und Margrethen. Dann über den einstigen Truppenübungsplatz, rechts kurz bergan und wieder rechts durch die Hohle Gasse hinab nach Margrethen. Von dort geht’s bergab wieder hinauf nach Imberg. Oder wenn Papa ein Kavalier ist: Holt er das Auto und lässt die Familie zum Picknick in Margrethen zurück! 🙂

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Eine Antwort
  1. Stefan Bremer

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